Branding Zielgruppe

Branding | Schaffe deine Marke Teil 2 – Deine Zielgruppe

Die klare Definition der Zielgruppe ist maßgebend für gutes und gezieltes Marketing. Die Checkliste zum erfolgreichen Targeting.

„Meine Zielgruppe ist eigentlich jeder.“ Klares Nein!
Wer seine Zielgruppe nicht bestimmt, bewirkt nur, dass sich niemand angesprochen fühlt.
Beim Branding kannst du auf die Bestimmung deiner Zielgruppe nicht verzichten. Selbst wenn jeder ein potentieller Kunde in deinen Augen ist, fühlt dieser sich nicht als „Jedermann“.
Anstatt davon auszugehen, dass dein Produkt so toll ist, dass es jeden anspricht, solltest du anfangen dich in deine Zielgruppe zu versetzen. ⁣

Keine Marke existiert, ohne dass sie eine Emotion in ihrer Zielgruppe weckt.
Für dieses Gefühl, bezahlt der Kunde gerne drauf. Um Gefühle zu erzeugen, bedarf es einer persönlichen Beziehung, und diese kann nicht ohne persönliche Ansprache entstehen. Lerne deine Zielgruppe kennen.
Dabei kann dir diese Checkliste helfen:

Zielgruppenbestimmung Checkliste

  • Wessen Problem löse ich mit meinem Produkt?
    Welche weiteren Probleme/ Herausforderungen haben diese Menschen?
  • Ist der Kunde auch der Endverbraucher?
    Kauft der Kunde das Produkt eher für sich selbst, oder für andere? Wird das Produkt auch woanders weiterverkauft?
  • Was sind die demografischen Daten?
    Welche Altersgruppe wird das Produkt kaufen? Welches Geschlecht (überwiegend)? Welche politische, oder religiöse Richtung haben die potentiellen Kunden? Sind sie eher konservativ? Bildungsstand, Arbeitszeiten, Einkommen sind weitere Daten, die du einbeziehen solltest.
  • Was ist deinen Kunden wichtig?
    Welche Werte oder Glaubenssätze könnten diese Kunden vertreten? Familie, Gesundheit, Sport, Wissenschaft und viele weitere Optionen stehen hier zur Auswahl.

Wie spreche ich meine Zielgruppe an?

Branding Zielgruppe

Um Jemanden zu erreichen, muss man diesen auch ansprechen, ansonsten fühlt sich niemand angesprochen!
Klingt absolut logisch, richtig? Es wird dennoch zu oft vernachlässigt, und kostet dann im Nachhinein Zeit, Geld und Nerven. Denn wer seine Plakate aufhängt, Ads schaltet, Flyer druckt und hinterher erst überlegt, wen er damit erreichen möchte, hat viel Geld und Zeit bereits verbrannt.

Damit Dir das nicht passiert, leg ein paar Karteikarten mit fiktiven Kunden an, die dem Profil aus der Zielgruppenbestimmung – Checkliste entsprechen.
Diese können für ein Startup, wie beispielsweise Badaga, welches Mode für umweltbewusste Surfer und Sportler aus PET-Flaschen produziert, so aussehen :

Anna:

  • ist 23 Jahre alt
  • Lehramtstudentin
  • verbringt ihre Freizeit gerne im Wald
  • arbeitet als studentische Hilfskraft in einem Bildungsinstitut
  • hat einen Hund
  • kleiner aber beständiger Freundeskreis
  • Familie, Hund, und Freunde haben hohe Priorität
  • isst ausschließlich vegan und bio
  • Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit haben hohe Priorität

Von diesen frei erweiterbaren Profilen legst Du ein paar an. Du kannst auch Figuren, wie Lego, oder was dir zusagt, zur Unterstützung nehmen.
Du wirst sehen, wie Du dabei schon ein Gefühl für diese fiktiven Personen entwickelst, und das ist von großer Relevanz. Marketing ohne Empathie ist ein Risikofaktor für deinen Erfolg.

Wie erreiche ich meine Zielgruppe – Checkliste

Zielgruppe Branding

Nun hast du einen besser Eindruck davon, wen du erreichen möchtest. Befassen wir uns also mit dem „WIE?“.

  • Sprich ihre Sprache!
    Natürlich ist damit einerseits auch gemeint, dass du deine potenziellen Kunden auf Deutsch ansprichst, wenn sie deutschsprachig sind. Es bedeutet aber ebenso, dass du Jugendliche anders ansprichst als Senioren, und Skater anders ansprichst als Gamer. Verwende Insider Keywörter. Das schafft Vertrauen und Sicherheit.
  • Sei authentisch und realistisch!
    Du möchtest, dass sie dir das abkaufen. Dieser Satz ist zweideutig, und funktioniert auch so!
  • Wo erreichst Du deine Zielgruppe?
    Influencer sind in aller Munde, denn sie beeinflussen. Diese kannst du zur Hilfe nehmen, musst du aber nicht. Finde heraus, auf welchen Plattformen oder an welchen Orten deine Kunden von dir erfahren können. Platziere dort deinen Content.
  • Welche Art von Content konsumiert deine Zielgruppe?
    Liest deine Zielgruppe lieber Artikel, hört sich Podcasts an, schaut Videos, swipt lediglich durch Bilder oder blättert in Zeitschriften? Hier kannst du natürlich mehrgleisig fahren.
  • Biete ihnen Mehrwert!
    Kaufentscheidungen sind emotionale Entscheidungen. Wenn Du deinem Kunden vermittelst, dass du ihn verstehst, seine Bedürfnisse kennst, und ihm helfen magst, wird er sich eher für Dich entscheiden, als wenn du ihn nur als Konsument siehst.

Win-Win statt Sale

Studien haben erwiesen, dass besonders die GenerationZ mit Werbung Schlechtes assoziert, und klassische Werbung, die das Produkt bewirbt, sogar kontraproduktiv auf sie wirkt. Hier solltest Du noch stärker als ohnehin auf Beziehung setzen.
Zeige ihnen Dinge, die sie interessieren, die ihnen helfen. Der Mehrwert unter deinem ist bereits effektiv genug.
Wissenswertes zu deinem Logo findest du im 1. Teil unserer Branding-Reihe.

Und nicht vergessen: Die TikTok-Generation von heute, ist deine Kundschaft von morgen. Plane nachhaltig und berechne sie mit ein. Dann bist du auf dem besten Weg.

Im nächsten Teil unserer Branding Reihe geht es um den Stellenwert von Storytelling. Dieser spielt eine ebenso wichtige Rolle, wie jeder andere Part beim Erschaffen einer Marke.

2 Kommentare zu „Branding | Schaffe deine Marke Teil 2 – Deine Zielgruppe“

  1. Pingback: Sei deine eigene Marke- wie Branding funktioniert | Teil 1 - Dein Logo

  2. Pingback: Branding | Schaffe deine Marke Teil 3 - Storytelling | ITGY

Kommentar verfassen